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GOLDFISCHGEDÄCHTNIS
Erzählungen

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LITERATURVERLAG DROSCHL

 

GOLDFISCHGEDÄCHTNIS

 

·  Gebundene Ausgabe: 192 Seiten

·  Verlag: Literaturverlag Droschl; Auflage: 1 (12. September 2011)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3854207891

·  ISBN-13: 978-3854207894

·  Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,4 cm

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1. Klappentexte:

 

Unerhört spannende Geschichten über Begegnungen, dort, wo es ans Eingemachte geht.

 

Monique Schwitters Erzählungen sind unverwechselbar. Scharfsinnig und mit großem Gespür für dramatisches Timing führt sie ihre Figuren in Konfrontationen und Konflikte, die sehr schnell eine existentielle Zuspitzung erhalten.

 

Alles ist Handlung in diesen Geschichten (nicht zu verwechseln mit action!), ihre Personen sind nach wenigen Zeilen plastisch und lebendig, ihre Sätze sind elementar und schnörkellos. Es geht ja auch um etwas: Fast alle Geschichten handeln von Begegnungen, und in fast allen Geschichten ist auch von Abwesenheit und Verlust, von Sterben und Tod die Rede. Unglaublich berührend und kunstvoll die Erzählung, in der eine Schriftstellerin ihre tote Freundin lebendig macht, indem sie sie diese Erzählung diktieren lässt; oder der Schrecken des kleinen Jungen, als seine Halloween-Wünsche wahr werden; oder die Erfahrungen einer Kellnerin mit den letzten Gästen zur Sperrstunde …

 

Monique Schwitters Geschichten gehen auf unerhört spannende Weise den Geheimnissen unserer Erinnerung nach, der Spannung zwischen Vergessen und Erinnern – wozu haben wir schließlich ein längeres Gedächtnis als Goldfische?

 

 

2. Pressestimmen:

 

»Nicht nur die künstlerische Komposition dieser Erzählung zeugt von großer Gestaltungskraft. Monique Schwitter gelingen in sprachlicher Dichte einige Meisterstücke der knappen Form.«

(Klaus Zeyringer, Der Standard)

»Die fatalistische Wucht dieser Geschichten ist gewaltig. Das Dinner mit Dürrenmatt, das die Autorin am Ende des Buches imaginiert, hat sie sich redlich verdient.«

(Michael Braun, Basler Zeitung)

»Dieses außerordentliche Buch fährt den Leser gegen die Wand.«

(Helmut Schödel, Süddeutsche Zeitung)

»Bewundernswerte Beobachtungsgabe, Blicke für nebensächliche Details, feine, genau dosierte Ironie, die fast magische poetische Kraft, den Leser in eine fremde, bekannte neue Welt zu führen, um ihn dort jäh wieder allein zu lassen, all das ergibt Meisterzählungen, wie sie, speziell im deutschsprachigen Raum, nur alle paar Jahre erscheinen. Wenn überhaupt.«

(Werner Krause, Kleine Zeitung)

»Monique Schwitter geht in ihren Geschichten an die Grenze von Tragik und Komik, Trostlosigkeit und Hoffnung, Liebe und Unberührtheit, Leben und Tod. Man merkt nach einer Seite, dass sie weiß, wovon sie spricht. Und das ist heute eine Ausnahme... ein wunderbares Buch«

(Margit Schreiner,Volltext)

»Viel braucht Schwitter nicht, um zu zeigen, was Literatur kann. Und keine paar Seiten braucht es, bis dieses Buch mich auf seiner Seite hat mit seinen 15 Erzählungen, die ich wieder und wieder lesen könnte, weil mit ihnen im besten Sinn nicht fertig zu werden ist. Vorerst kommen sie ganz leicht daher, um sogleich aus scheinbar harmlosen Situationen eine abgründige Dynamik zu entwickeln und eine irisierende Irritation... virtuos.«

(Petra Nagenkögel, Volltext)

»Monique Schwitter erhellt das Leben mit dunklen Geschichten.«

(Marco Guetg, Aargauer Zeitung)

»Ein Glücksfall. Ein Jammer, dass man so schnell durch ist.«

(Julia Schafferhofer, Kleine Zeitung)

»Monique Schwitter schreibt schnörkellos und verstörend direkt. Sie packt schreibend die schwierigen Themen des Lebens an und wird bei aller Ernsthaftigkeit niemals versessen oder sentimental.«

(Miriam Hefti, Literaturhaus Zürich)

»Monique Schwitter besitzt die Kunst, Menschen in nur wenigen Worten so lebendig werden zu lassen, dass man meint, sie schon ewig zu kennen. Und sie vermag es, so große Dinge wie die Liebe und den Tod mit Humor zu beschreiben, ohne dass auch nur ein Funken Respekt verloren geht.«

(Claudia Ramsteiner, Offenburger Tageblatt)

Monique Schwitter »schafft es, den Charakter ihrer Figuren mit wenigen Worten so offen zu legen, als würde man sie schon ewig kennen. Mit jeder ausgelesenen Geschichte verabschiedet man einen alten Bekannten.« (Barbara Köppel, FM4)

»Es sind die pointierten Dialoge (man erkennt die ehemalige Schauspielerin Schwitter), die präzisen und auf ihre geradezu poetische Essenz eingedampften Beobachtungen einer Generation zwischen 30 und 40, die einen das Buch wider seine melancholische Tonlage einfach nicht aus der Hand legen lassen.«

(Regula Freuler, NZZ am Sonntag)

»Wer sich auf diese Geschichten einlässt, den starken Bildern vertraut, der begreift rasch, dass es hier in die Kernzonen der Existenz geht.«

(Irene Prugger, Wiener Zeitung)

»Monique Schwitter schreibt verstörend direkt und mit ausgeprägtem Gespür für dramatische Konstellationen. Die in Hamburg lebende Schweizer Autorin verbindet gewandt Form und Inhalt zu Parabeln über das, was wir als langes oder kurzes Gedächtnis nur allzu gut kennen.«

(Heinrich Vogler, 52 Beste Bücher, DRS2)

»Monique Schwitters Goldfischgedächtnis ist ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag.«

(Edith Schlocker, Tiroler Tageszeitung)

»Ein wunderbares Bändchen, das ganz zu Recht für die Hotlist der Independents 2011 ausgewählt wurde und ein literarisches Kleinod, das man besitzen muss!.«

(Katharina Manzke, Szene Hamburg)

 

 

3. Leseprobe:

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Leon flüchtet kreischend ins Schlafzimmer der Eltern unter ihr Bett. Er hat ihn sofort erkannt. Er würde ihn in jeder Verkleidung erkennen, denn sein Vater schnarcht, ohne dass er schläft, er schnarcht beim Atemholen. Ob er Treppen steigt, Auto fährt oder isst, selbst bei völliger Reglosigkeit abends vor dem Bildschirm schnarcht er, sobald und sooft er Luft holt.
Seine Mutter war die einzige, die sich dazu äußerte. Jan, du musst was unternehmen, das klingt fürchterlich. Aber seit sie tot ist, sagt keiner mehr etwas, und er schnarcht, Tag und Nacht, wobei es mit zunehmender Dunkelheit stärker wird. Jetzt ist es kurz nach 18 Uhr und finster, denn vergangene Nacht endete die Sommerzeit, und Jan schnarcht bereits deutlich vernehmbar. Er selber hört es nicht. Alles, was er wahrnimmt ist, dass er in seinem Nylonkostüm zu schwitzen beginnt. Er hat sich, weil Leon es sich wünschte, zu Halloween als Toter verkleidet. Als Toter? Leon nickte. Heloin, sagte Leon, müssen alle als Tote gehen. Sein Vater kennt diesen Brauch nicht. Früher, erzählte er, haben wir uns im Februar verkleidet, zu Fasching, als Clown oder Cowboy. Nein, Leon blieb dabei, als Toter.

(aus der Erzählung „Das Nylonkostüm“, enthalten in: „Goldfischgedächtnis“)

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